Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für IT-, Cybersecurity- und Datenschutz-Dienstleistungen
DACH-DIGITALISIERUNG UG (haftungsbeschränkt)
Fritz-Ehrmann-Str. 57
71540 Murrhardt, Deutschland
E-Mail: hello@dach-digitalisierung.eu
Tel.: +49 176 31086247 / +49 07192 9180255
Handelsregister: HRB 801354 (Amtsgericht Stuttgart)
Umsatzsteuer-ID: DE457259834
Stand: 20.04.2026
§ 1 Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge über IT-, Cybersecurity- und Datenschutz-Dienstleistungen zwischen der DACH-DIGITALISIERUNG UG (haftungsbeschränkt) (nachfolgend „Auftragnehmer“) und ihren Kunden (nachfolgend „Auftraggeber“). Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer (§ 14 BGB), juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen (B2B).
§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsmodule
2.1 Rangfolge: Im Falle von Widersprüchen zwischen verschiedenen Dokumenten gilt folgende Rangfolge:
- Das individuelle Angebot bzw. der Dienstleistungsvertrag.
- Die jeweilige Leistungsbeschreibung.
- Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Eindeutige individuelle Absprachen gehen diesen AGB in jedem Fall vor.
2.2 Leistungsmodule: Der Auftragnehmer erbringt Leistungen in folgenden Modulen:
- 2.2.1 Externer Datenschutzbeauftragter: Gesetzliche Funktion nach Art. 37 DSGVO (Dienstvertrag).
- 2.2.2 Datenschutz-Check-Up: Ist-Analyse und Maßnahmenplan (Dienstvertrag).
- 2.2.3 IT-Sicherheitsberatung (Basis ISO 27001): Infrastrukturanalyse für KMU (Dienstvertrag).
- 2.2.4 Compliance Starter-Kit: Bereitstellung von Mustervorlagen (Werkvertrag).
- 2.2.5 Sonstige IT-, Digitalisierungs- und Web-Dienstleistungen: Entsprechend dem vollumfänglichen Leistungsportfolio des Auftragnehmers gelten diese AGB auch für alle weiteren beauftragten Leistungen, insbesondere:
- IT- und Netzwerksicherheitsberatung (inkl. Penetrationstests, Phishing-Tests, Installation und Wartung von Firewalls).
- IT-Consulting, Strategieberatung und Digitalisierungslösungen.
- Erstellung, Pflege und Wartung von Webseiten sowie Betreuung von Online-Plattformen.
- Durchführung von Schulungen, Workshops und Trainings in den Bereichen IT und Datenschutz.
Für all diese Leistungen nach Punkt 2.2.5, die nach individuellem Aufwand oder Angebot erbracht werden, gelten die Bestimmungen (insb. der Standard-Stundensatz gemäß § 5) dieser AGB entsprechend.
§ 3 Angebot und Vertragsabschluss
Angebote sind freibleibend. Ein Vertrag kommt erst durch schriftliche Auftragsbestätigung (E-Mail/PDF) oder Unterzeichnung eines Dienstleistungsvertrages zustande. Eine Annahme durch bloße Leistungserbringung ist ausgeschlossen.
§ 4 Mitwirkungspflichten
Der Auftraggeber stellt alle erforderlichen Informationen und Zugänge rechtzeitig zur Verfügung. Bei Kündigung wegen fehlender Mitwirkung kann der Auftragnehmer 25 % des Auftragswertes als Pauschale fordern. Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis gestattet, dass kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
§ 5 Preise und KMU-Festpreis-Klausel
5.1 Alle Preise verstehen sich zzgl. gesetzlicher MwSt. Zahlungsziel: 14 Tage.
5.2 KMU-Klausel: Festpreise für Check-Up, IT-Sicherheitsberatung und Starter-Kit gelten ausschließlich für Unternehmen mit maximal 10 Mitarbeitern/Arbeitsplätzen und einem Standort.
5.3 Vergütung: Primär gilt die im jeweiligen Angebot vereinbarte Vergütung. Sofern keine spezifische Vergütung vereinbart wurde, gilt ein Standard-Stundensatz von 125,00 € zzgl. MwSt. Der Auftragnehmer behält sich vor, bei zukünftigen Angeboten oder Vertragsverlängerungen angepasste Stundensätze zu offerieren. Bereits abgeschlossene Festpreis-Projekte bleiben von späteren Preisänderungen unberührt.
§ 6 Leistungsänderungen (Change Requests)
Änderungswünsche des Auftraggebers nach Vertragsschluss bedürfen der Schriftform. Der hierdurch entstehende Mehraufwand wird nach den vereinbarten Stundensätzen gesondert berechnet.
§ 7 Nutzungsrechte
Der Auftraggeber erhält an den Arbeitsergebnissen (z. B. Vorlagen, Berichte) ein einfaches, nicht ausschließliches Nutzungsrecht für den eigenen geschäftlichen Gebrauch. Eine Weitergabe an Dritte oder kommerzielle Verwertung ist untersagt.
§ 8 Gewährleistung und Haftung
8.1 Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
8.2 Bei der leicht fahrlässigen Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt, maximal jedoch auf die Deckungssumme der Betriebshaftpflichtversicherung in Höhe von 125.000 €. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
8.3 Eine Haftung für Datenverlust ist ausgeschlossen, wenn der Auftraggeber keine ordnungsgemäße Datensicherung (Backup) durchgeführt hat.
§ 9 Vertraulichkeit
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erhaltenen Geschäftsgeheimnisse und vertraulichen Informationen (insb. Pentest-Ergebnisse) streng geheim zu halten.
§ 10 Datenschutz
Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten gemäß DSGVO. Sofern erforderlich, schließen die Parteien eine separate Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO ab.
§ 11 Laufzeit und Kündigung
Mandate als externer Datenschutzbeauftragter haben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten. Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate zum Ende der Laufzeit. Andere Abonnements verlängern sich automatisch, sofern nicht 30 Tage vor Ende gekündigt wird.
§ 12 Schlussbestimmungen
Ausschließlicher Gerichtsstand ist Stuttgart. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
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